Donnerstag, 29. Dezember 2016
10 The Jesus And Mary Chain “On The Wall”
krawallek, 23:35h
Mittwoch
Pete hat die Zeitung mitgebracht und auf meinen Schreibtisch gelegt. Lokalteil. Erste Seite. Ein großes Bild vom Graffiti. Viel Text, aber wenig Inhalt. Ich gehe zu ihm rüber.
„Viel steht da nicht.“
Er schaut hoch.
„Wir wissen ja schon wenig, aber die haben ja keinen blassen Schimmer. Da taucht das Zeichen erst beim Bruch beim Baulöwen auf und dann auch noch am Rathaus. Die müssen da was schreiben, auch wenn sie nicht wissen was. Wer weiß, wofür das noch gut sein kann, dass das da drin steht.“
Pete nickt in Richtung seines Monitors.
„Ich habe heute ein wenig gegoogelt. Es ist wirklich absolut erstaunlich und ich habe nicht die Spur einer Ahnung, wie man so was so schnell hinbekommt. Die haben den Blog unglaublich gut in der Trefferliste positioniert. Da ist jemand mit richtig Ahnung am Werk. Wenn du unsere Stadt eingibst, ist das ganz oben bei den Suchergebnissen. Und das quasi über Nacht. Den Blog werden sich heute viele angucken.“
Respekt. Ein anerkennendes Kopfwackeln. Es klopft. Nick steht in der offenen Tür.
„Moin, moin.“
„Was machst du denn hier?“
„Bin ein wenig hier in der Nähe rumgewandert.“
Pete und ich gucken uns an. Dann gucken wir Nick vorsichtig an. Er ist kein Spaziergänger. Und auch nie gewesen. Er quittiert unsere skeptischen Blicke mit einer Handbewegung. Wir geben ihm Kaffee. Mit viel Zucker, so wie er ihn am liebsten hat. Schwarz und süß. Kaffee hilft meistens. Zumindest etwas.
„“Ich habe, bevor ich los bin, bei der Hausverwaltung angerufen. Die sagen mir nicht, wer ihre Auftraggeber sind. Wenn ich was will, sind die meine Ansprechpartner. Da geht mal gar nichts. Soll ich versuchen, was über die Verwaltung weitergeben zu lassen?“
Keine schlechter Gedanke. Aber was? Kollektive Ahnungslosigkeit. Wir lassen die Idee zunächst fallen. Nick verschwindet auch wieder.
Mein Handy brummt. Luz ist dran. Nach einem kurzen Hallo, kommt sie schnell auf den Punkt. Sie klingt aufgeregt.
„Habt ihr den neuen Eintrag im Blog schon gesehen?“
Haben wir nicht, holen wir deshalb sofort nach. Die vermummten Gestalten vor einem Haus mit einer massiv aussehenden Mauer drum herum. Wir sehen wie der VOD-Schriftzug entseht. Auf dunklen Steinen. In Rot. In Schablonenschrift. Sieht richtig gut aus. Ich kenne das Haus nicht, nie vorher gesehen. Pete zuckt simultan dazu mit den Schultern.
„Wisst ihr bei wem das ist?“
Nein, wissen wir nicht.
„Das ist beim Seelmann zuhause. Ich kenne die Hütte, habe da immer die Termine mit seiner Ollen. Cool, oder“
Ja, cool. Im Büro vom Seelmann, am Rathaus, am Palast vom Seelmann. VOD – Vengeance Of Durruti. In Schablonenschrift. In Schwarz. Oder in Rot.
Der Tag plätschert vor sich hin. Die Stadtverwaltung ist oft kein Abenteuerspielplatz. Nur manchmal.
Es ist keine Zeit verabredet, aber gegen acht sind alle da. Außer TomTom. Der ist noch auf dem Rückweg. Er hat heute den Ordner von Seelmann durchgeguckt. Er wird aber gleich eintreffen.
Kati bringt die Getränke. Die Gläser bimmeln.
TomTom kommt dazu. Er wirkt gehetzt und braucht ein paar Minuten um sich zu sammeln. Stau auf der Bahn. Wie sollte es auch anders sein. Er nimmt noch einen Schluck und konzentriert sich.
„Viel gibt das Ding wirklich nicht her. Allerdings ist da schon einiges an Kohle vorab geflossen, so sieht es zumindest aus. Das ist aber nebulös und irgendwie wohl auch nicht offiziell. Ich schätze 15000 Euro sind da mindestens schon raus. Aber halt ohne Belege oder so was, mehr nur Hinweise.“
Wir sehen uns an. Klingt nach Bestechung oder so.
„Und dann habe ich da noch so ein Gefühl, dass der Seelmann vielleicht finanzielle Probleme haben könnte. Das ist aber nicht konkret, eher so zwischen den Zeilen gelesen. So, als hätte der Mühe im Moment an Bares zu kommen. Daher könnte das Ding hier für ihn super wichtig sein. Ich habe jetzt so nicht die Ahnung. Weiß einer von euch, was bei dem in letzter Zeit gelaufen ist?“
Luz nickt.
„Die beiden letzten Projekte waren wohl eher Flops. Die sind wohl nicht ansatzweise so erfolgreich gewesen wie geplant. Sagt zumindest seine Olle.“
Snake tippt sie an.
„Warum sagst du immer Olle, wenn du von der redest?“
Luz grinst.
„Du kennst die Olle wohl nicht. Denn wenn du die Olle kennen würdest, würdest du nicht fragen, warum ich zu der Ollen Olle sage.“
Snake grinst jetzt breit zurück.
Zeus und Siouxsie sehen sich kurz an, ehe sie ihm ein Zeichen gibt, dass er anfangen soll.
„Das mit den finanziellen Problemen können wir bestätigen. Wir haben ja mit meiner Schwester wegen der Erbengemeinschaft gesprochen, aber das erzählt Siouxsie gleich. Dabei sind wir dann auch auf den Seelmann gekommen und da hat sie uns erzählt, dass der neulich voll ausgerastet ist, weil er keinen Kredit mehr gekriegt hat. Der muss getobt haben wie die wilde Sau. Die hätten fast die Sheriffs kommen lassen. Der ist im Moment wohl am Arsch.“
Ich erinnere mich, dass ich am Ende dieser Vorstellung vor der Sparkasse einen guten Platz in der ersten Reihe gehabt habe. Alles live, in Farbe und in voller Lautstärke: Da blieben fast keine Wünsche offen. Jetzt weiß auch ich, wer dieser Seelmann überhaupt ist und wie er aussieht.
„Ja und dann haben wir mit ihr noch über die Erbengemeinschaft gesprochen. Sie hat uns die Namen und Adressen besorgt. Heike Kaiser. Martin Beier. Schillerstraße 46 und 46a. Das ist ja nicht weit vom Zeus, da sind wir dann mal hingelaufen.“
Noch mehr Spaziergänger. Würde ich bald bequemere Schuhe brauchen? Siouxsie zögert kurz als sie genau in diesem Augenblick zu mir rüberguckt.
„Auf jeden Fall sieht das da ganz komisch aus. Die bewohnen so ein Doppelhaus. Jeder eine Seite. Und die eine Hälfte ist orange und die andere eher so pink. Das passt gar nicht und sieht schauerlich aus. Das kennt ihr bestimmt alle.“
Alle nicken. Da ist jeder schon mal dran vorbei gekommen und hat sich gewundert. Aber das die beiden auch noch irgendwie zusammengehören, macht die Sache noch einmal deutlich merkwürdiger.
„Wir haben dann auch noch genauer geguckt. Die haben einen dicken Zaun im Vorgarten. Als könnten die sich mal so gar nicht leiden.“
Jetzt wissen wir einiges mehr, aber noch nicht, was wir damit anfangen sollen. Großes Palaver.
Kati bringt Getränke. Die Gläser bimmeln.
Bis jetzt war es sehr voll und Nick konnte Kati nicht alleine lassen, aber jetzt wird es leerer. Nick gesellt sich zu uns. Er erzählt uns von einer Frau, die gestern da war.
Noch mehr großes Palaver.
Nick schickt der Frau eine SMS. Kurz darauf ruft sie ihn an. Wir schmieden einen Plan. Zumindest so was in der Art von einem Plan. Mit viel Ungewissheit und Improvisation. Solche Sachen sind nicht unser Metier. Da haben wir keinerlei Übung. Das kann klappen, muss aber nicht.
Und dann liegt plötzlich die entscheidende Frage auf dem Tisch.
„Und wer macht das dann jetzt?“
Unklar wer die Frage dort hingelegt hat, aber sie ist jetzt da. Volunteers to the Front. Niemand tritt vor. Eher treten alle zurück. Nur der Preacherman und ich haben wohl den Start dazu verpasst.
Nick guckt in die Runde.
„Ich denke, es sollten zwei gehen. Einer ist zu wenig, mehr sind zu viele. Die beiden von uns, die irgendwie am gefährlichsten und so wirken, sollten das machen.“
Alle Blicke gehen sofort zum Preacherman. Er ist der einzige von uns, der gefährlich und so aussieht, Und er ist selbst ohne Hut fast zwei Meter groß. Der runzelt kurz die Stirn, nickt aber dann zustimmend. Er wirkt über unser Vertrauen in ihn erfreut und irgendwie sogar geehrt.
Danach streifen die Blicke langsamer, aber ich weiß, dass sie am Ende bei mir Halt machen werden. Und so geschieht es. Ich füge mich in mein Schicksal.
Noch ein paar Details. Hier und da. Und überhaupt.
Kati bringt noch eine letzte Runde. Die Gläser bimmeln.
Verabschiedung. Aufbruch. Wieder nicht gekickert. Das darf aber nicht zur Gewohnheit werden.
Vor der Tür schauen der Preacherman und ich uns noch einmal in die Augen. Irgendwie habe ich plötzlich ein gutes Gefühl. Warum auch immer. Woher auch immer.
Luz und ich gehen heim. Ich sehe sie an.
„Ich glaube, der Preacherman steckt voller Überraschungen.“
Ich freue mich auf morgen. Warum auch immer.
***
Am Montag geht es weiter.
Pete hat die Zeitung mitgebracht und auf meinen Schreibtisch gelegt. Lokalteil. Erste Seite. Ein großes Bild vom Graffiti. Viel Text, aber wenig Inhalt. Ich gehe zu ihm rüber.
„Viel steht da nicht.“
Er schaut hoch.
„Wir wissen ja schon wenig, aber die haben ja keinen blassen Schimmer. Da taucht das Zeichen erst beim Bruch beim Baulöwen auf und dann auch noch am Rathaus. Die müssen da was schreiben, auch wenn sie nicht wissen was. Wer weiß, wofür das noch gut sein kann, dass das da drin steht.“
Pete nickt in Richtung seines Monitors.
„Ich habe heute ein wenig gegoogelt. Es ist wirklich absolut erstaunlich und ich habe nicht die Spur einer Ahnung, wie man so was so schnell hinbekommt. Die haben den Blog unglaublich gut in der Trefferliste positioniert. Da ist jemand mit richtig Ahnung am Werk. Wenn du unsere Stadt eingibst, ist das ganz oben bei den Suchergebnissen. Und das quasi über Nacht. Den Blog werden sich heute viele angucken.“
Respekt. Ein anerkennendes Kopfwackeln. Es klopft. Nick steht in der offenen Tür.
„Moin, moin.“
„Was machst du denn hier?“
„Bin ein wenig hier in der Nähe rumgewandert.“
Pete und ich gucken uns an. Dann gucken wir Nick vorsichtig an. Er ist kein Spaziergänger. Und auch nie gewesen. Er quittiert unsere skeptischen Blicke mit einer Handbewegung. Wir geben ihm Kaffee. Mit viel Zucker, so wie er ihn am liebsten hat. Schwarz und süß. Kaffee hilft meistens. Zumindest etwas.
„“Ich habe, bevor ich los bin, bei der Hausverwaltung angerufen. Die sagen mir nicht, wer ihre Auftraggeber sind. Wenn ich was will, sind die meine Ansprechpartner. Da geht mal gar nichts. Soll ich versuchen, was über die Verwaltung weitergeben zu lassen?“
Keine schlechter Gedanke. Aber was? Kollektive Ahnungslosigkeit. Wir lassen die Idee zunächst fallen. Nick verschwindet auch wieder.
Mein Handy brummt. Luz ist dran. Nach einem kurzen Hallo, kommt sie schnell auf den Punkt. Sie klingt aufgeregt.
„Habt ihr den neuen Eintrag im Blog schon gesehen?“
Haben wir nicht, holen wir deshalb sofort nach. Die vermummten Gestalten vor einem Haus mit einer massiv aussehenden Mauer drum herum. Wir sehen wie der VOD-Schriftzug entseht. Auf dunklen Steinen. In Rot. In Schablonenschrift. Sieht richtig gut aus. Ich kenne das Haus nicht, nie vorher gesehen. Pete zuckt simultan dazu mit den Schultern.
„Wisst ihr bei wem das ist?“
Nein, wissen wir nicht.
„Das ist beim Seelmann zuhause. Ich kenne die Hütte, habe da immer die Termine mit seiner Ollen. Cool, oder“
Ja, cool. Im Büro vom Seelmann, am Rathaus, am Palast vom Seelmann. VOD – Vengeance Of Durruti. In Schablonenschrift. In Schwarz. Oder in Rot.
Der Tag plätschert vor sich hin. Die Stadtverwaltung ist oft kein Abenteuerspielplatz. Nur manchmal.
Es ist keine Zeit verabredet, aber gegen acht sind alle da. Außer TomTom. Der ist noch auf dem Rückweg. Er hat heute den Ordner von Seelmann durchgeguckt. Er wird aber gleich eintreffen.
Kati bringt die Getränke. Die Gläser bimmeln.
TomTom kommt dazu. Er wirkt gehetzt und braucht ein paar Minuten um sich zu sammeln. Stau auf der Bahn. Wie sollte es auch anders sein. Er nimmt noch einen Schluck und konzentriert sich.
„Viel gibt das Ding wirklich nicht her. Allerdings ist da schon einiges an Kohle vorab geflossen, so sieht es zumindest aus. Das ist aber nebulös und irgendwie wohl auch nicht offiziell. Ich schätze 15000 Euro sind da mindestens schon raus. Aber halt ohne Belege oder so was, mehr nur Hinweise.“
Wir sehen uns an. Klingt nach Bestechung oder so.
„Und dann habe ich da noch so ein Gefühl, dass der Seelmann vielleicht finanzielle Probleme haben könnte. Das ist aber nicht konkret, eher so zwischen den Zeilen gelesen. So, als hätte der Mühe im Moment an Bares zu kommen. Daher könnte das Ding hier für ihn super wichtig sein. Ich habe jetzt so nicht die Ahnung. Weiß einer von euch, was bei dem in letzter Zeit gelaufen ist?“
Luz nickt.
„Die beiden letzten Projekte waren wohl eher Flops. Die sind wohl nicht ansatzweise so erfolgreich gewesen wie geplant. Sagt zumindest seine Olle.“
Snake tippt sie an.
„Warum sagst du immer Olle, wenn du von der redest?“
Luz grinst.
„Du kennst die Olle wohl nicht. Denn wenn du die Olle kennen würdest, würdest du nicht fragen, warum ich zu der Ollen Olle sage.“
Snake grinst jetzt breit zurück.
Zeus und Siouxsie sehen sich kurz an, ehe sie ihm ein Zeichen gibt, dass er anfangen soll.
„Das mit den finanziellen Problemen können wir bestätigen. Wir haben ja mit meiner Schwester wegen der Erbengemeinschaft gesprochen, aber das erzählt Siouxsie gleich. Dabei sind wir dann auch auf den Seelmann gekommen und da hat sie uns erzählt, dass der neulich voll ausgerastet ist, weil er keinen Kredit mehr gekriegt hat. Der muss getobt haben wie die wilde Sau. Die hätten fast die Sheriffs kommen lassen. Der ist im Moment wohl am Arsch.“
Ich erinnere mich, dass ich am Ende dieser Vorstellung vor der Sparkasse einen guten Platz in der ersten Reihe gehabt habe. Alles live, in Farbe und in voller Lautstärke: Da blieben fast keine Wünsche offen. Jetzt weiß auch ich, wer dieser Seelmann überhaupt ist und wie er aussieht.
„Ja und dann haben wir mit ihr noch über die Erbengemeinschaft gesprochen. Sie hat uns die Namen und Adressen besorgt. Heike Kaiser. Martin Beier. Schillerstraße 46 und 46a. Das ist ja nicht weit vom Zeus, da sind wir dann mal hingelaufen.“
Noch mehr Spaziergänger. Würde ich bald bequemere Schuhe brauchen? Siouxsie zögert kurz als sie genau in diesem Augenblick zu mir rüberguckt.
„Auf jeden Fall sieht das da ganz komisch aus. Die bewohnen so ein Doppelhaus. Jeder eine Seite. Und die eine Hälfte ist orange und die andere eher so pink. Das passt gar nicht und sieht schauerlich aus. Das kennt ihr bestimmt alle.“
Alle nicken. Da ist jeder schon mal dran vorbei gekommen und hat sich gewundert. Aber das die beiden auch noch irgendwie zusammengehören, macht die Sache noch einmal deutlich merkwürdiger.
„Wir haben dann auch noch genauer geguckt. Die haben einen dicken Zaun im Vorgarten. Als könnten die sich mal so gar nicht leiden.“
Jetzt wissen wir einiges mehr, aber noch nicht, was wir damit anfangen sollen. Großes Palaver.
Kati bringt Getränke. Die Gläser bimmeln.
Bis jetzt war es sehr voll und Nick konnte Kati nicht alleine lassen, aber jetzt wird es leerer. Nick gesellt sich zu uns. Er erzählt uns von einer Frau, die gestern da war.
Noch mehr großes Palaver.
Nick schickt der Frau eine SMS. Kurz darauf ruft sie ihn an. Wir schmieden einen Plan. Zumindest so was in der Art von einem Plan. Mit viel Ungewissheit und Improvisation. Solche Sachen sind nicht unser Metier. Da haben wir keinerlei Übung. Das kann klappen, muss aber nicht.
Und dann liegt plötzlich die entscheidende Frage auf dem Tisch.
„Und wer macht das dann jetzt?“
Unklar wer die Frage dort hingelegt hat, aber sie ist jetzt da. Volunteers to the Front. Niemand tritt vor. Eher treten alle zurück. Nur der Preacherman und ich haben wohl den Start dazu verpasst.
Nick guckt in die Runde.
„Ich denke, es sollten zwei gehen. Einer ist zu wenig, mehr sind zu viele. Die beiden von uns, die irgendwie am gefährlichsten und so wirken, sollten das machen.“
Alle Blicke gehen sofort zum Preacherman. Er ist der einzige von uns, der gefährlich und so aussieht, Und er ist selbst ohne Hut fast zwei Meter groß. Der runzelt kurz die Stirn, nickt aber dann zustimmend. Er wirkt über unser Vertrauen in ihn erfreut und irgendwie sogar geehrt.
Danach streifen die Blicke langsamer, aber ich weiß, dass sie am Ende bei mir Halt machen werden. Und so geschieht es. Ich füge mich in mein Schicksal.
Noch ein paar Details. Hier und da. Und überhaupt.
Kati bringt noch eine letzte Runde. Die Gläser bimmeln.
Verabschiedung. Aufbruch. Wieder nicht gekickert. Das darf aber nicht zur Gewohnheit werden.
Vor der Tür schauen der Preacherman und ich uns noch einmal in die Augen. Irgendwie habe ich plötzlich ein gutes Gefühl. Warum auch immer. Woher auch immer.
Luz und ich gehen heim. Ich sehe sie an.
„Ich glaube, der Preacherman steckt voller Überraschungen.“
Ich freue mich auf morgen. Warum auch immer.
***
Am Montag geht es weiter.
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